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Nach ihrer best-record-ever ‚third‘ sind Portishead nun raus aus ihrem Vertrag mit Island Records  und stecken bereits in der Vorbereitung des Nachfolgers. Ähnlich wie bei bei Radiohead, NIN & Co. soll in der Zukunft der Weg abseits traditionellen Geschäftsmodellen begangen werden:

„with the world being the way it is there are lots of options open……but if you lot have any bright ideas of how we should sell our music in the future lets us know , why not!

i dont think that were into giving out music away for free to be honest…it […] takes ages to write and we have to heat our swimming pools…..!!!“

Wie gesagt fragen Portishead also ihre Fans nach neuen Ideen. Mal schauen was rauskommt. Passend dazu gestern die Nachricht der Band ‚Officer Roseland‘ die jedem User für den Download ihrer Platte einen Dollar zahlt.

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Wege aus der Zeitungskrise

18. Februar 2009

Spiegel Online griff gestern die aktuelle Titelstory der Time auf. Thema: Wie können Print Nachrichten die aktuelle Krise überstehen? Auf Seiten der Time argumentiert „Journalismus-Veteran Walter Isaacson“ eindeutig für eine Kostenpflicht der Inhalte und sieht dahingehend den Schlüssel zur Lösung der Krise.

Spiegel Online glaubt nicht an das Funktionieren dieses Systems:

„Wer allgemeinen Journalismus im Netz zahlungspflichtig stellen möchte, versteht den Wettbewerb und den Markt nicht.[…] Das einfachste Gesetz der Informationsökonomie lautet: Solange es vergleichbare kostenfreie Inhalte gibt, ist bei den Nutzern keine Zahlungsbereitschaft vorhanden. Bevor sich Bezahlinhalte durchsetzen lassen würden, müsste es folglich zuvor zu einer deutlichen Verknappung des Angebots kommen – etwa durch Marktaustritte von Anbietern, die ihre Sites erfolglos zahlungspflichtig stellen.“

Leider wird hierbei der Wert einer Marke nicht berücksichtigt:

  • Personen berurteilen eine Information immer auf Grundlage ihrer Quelle
  • Das Vertrauen in traditionelle Marken der Nachrichtenbranche (Zeit, FAZ, Süddeutsch,…)  ist um ein vielfaches höher als in vergleichbare Online Angebote
  • Ein Großteil der Nutzer haben für ihrer Nachfrage an ’seriösen‘ Nachrichten im Netz noch keine Substitutionsmöglichkeit erschlossen, sondern suchen die etablierten Web Präsentationen der Printmedien auf.

Es stimmt natürlich das sich der heutige Internet User seine täglichen Informationsbedarf aus einer Mischung aus Blogs, Twitter, Social Networks, etc. selbst generiert. Hierbei handelt es sich aber immer noch um eine relative kleine Gruppe und auch hier besitzen traditionelle Nachrichten Marken immer noch einen hohen Stellenwert.

Der Großteil der Zielgruppe hat diesen Generierungs Prozess jedoch noch nicht übernommen. Für traditionelle Nachrichten Häuser bestehen also noch also die besten Vorraussetzungen um jetzt eine Strategieänderung herbeizuführen und ihren Stellenwert zu behalten. Isaacsons Vorschlag:

„Zeitungs-Websites könnten fünf Cent für einen Artikel verlangen, zehn Cent für eine Tagesausgabe oder zwei Dollar für einen Monatszugang. Einige Nutzer mögen dazu nicht bereit sein, aber ich vermute, viele würden bereitwillig weiterklicken, wenn es nur einfach und günstig genug ist.“

Weit mehr als dem Preis spielt hierbei die einfache Handhabung des Bezahlung eine Rolle. User möchten nicht vermehrt und vor allen Dingen nur wegen einen einzelnen Artikels ihrer Kontodaten durchs Netz schicken. Ein seriöser Zahlungsvorgang der also kaum wahrgenommen wird und vor allem plattformübergreifend funktioniert ist hier also von nöten. Ein paar Cent pro Artikel spielen hier eine untergeordnete Rolle.

Bezahlbare Inhalte könnten also durchaus zu einem Weg der Umsatzgenerierung der Printmedien werden, jedoch sollte schnell und konsistent gehandelt werden um das Verhaltens und Einstellungsänderung hervorzurufen.